Donnerstag, 19. Februar 2015

Cresciano

Im Februar verbrachten wir den einen oder anderen Tag in Cresciano. In Chironico lag ziemlich viel Schnee und so war hier oft viel los. Einmal war ich mit Dani unterwegs. Er war krankheitshalber auch ziemlich geschwächt und hatte zudem noch Probleme mit den Fingern. So bildeten wir ein gutes Duo der Kranken und Verletzten. In Kirk Windstein trafen wir auf Dave und Mias. Schon in den einfachen Zügen fühlte ich mich zittrig und beim Schulterzug (Bild oben) steigerte sich das Zittern zu einem Beben, das den ganzen Körper erfasste. Der Zustand fühlte sich komisch an - komplett kraftlos war ich nicht, denn immerhin konnte ich mich noch an den Griffen festhalten. Stark fühlte ich mich auch nicht, da sich auch die einfachen Bewegungen schwierig anfühlten. Knapp konnte ich mich den Stehstart hochzittern, doch vom Sitzstart her verliess mich die Kraft. Ich war trotzdem zufrieden, denn ich wusste, dass ich diesen Boulder mit ein wenig Fitness sauber durchziehen kann. Am Abend gab Dani trotz allem einige gute Versuche in seinem Antistilproblem, merci für den Tag.

Ein anderer genialer Klassiker war Dos Canones. Diesen kräftigen Überhang probierte ich zusammen mit der Churer Crew. Den "neuen" Start konnte ich sehr schnell klettern, aber der "originale" Start mit beiden Händen an der abschüssigen Leiste fiel mir schwer. Plötzlich fand ich eine Lösung und konnte gemütlich durch den überhängenden Teil klettern. Erst im Ausstieg wurde es spannend, aber ich konnte mich knapp auf den Block retten.

Kurze Zeit später war ich zum zweiten Mal diese Saison beim Kirk Windstein. Um die Finger an die kleinen scharfen Griffe zu gewöhnen, kletterte ich zweimal vom Stehstart bis zum Schulterzug. Ohne grosse Erwartungen startete ich vom Sitzstart her und konnte nach dem Schulterzug problemlos die Leiste matchen. Kontrolliert gelang der letzte schwierige Zug und ich konnte friedlich zum Ausstiegshenkel hangeln. Die Linie gehört für mich zu den allerbesten, die ich kenne und die Sequenz vom Schulterzug weg ist perfekt. Ich freute mich riesig über meinen ersten (für mich) schwierigeren Boulder nach dem Unterbruch. Danke an Giani und Jonas für den Support.

Freitag, 6. Februar 2015

Val Calanca


Nach dem gestrigen Ausflug ins Val Bavona hofften wir heute auf mehr Wetterglück. Als wir jedoch durch die Leventina weiter in Richtung Süden fuhren, präsentierten sich die Täler immer wolkenverhangener. Kurzfristig beschlossen wir einen Abstecher ins Val Calanca zu machen. Der riesige Felsblock direkt an der Strasse war glücklicherweise teilweise trocken. Die Ausstiege tropften nur so, doch einige Boulder enden in der Wand. Nach dem Aufwärmen in der Angle Traverse wollte ich mir die kleinen Leisten von Jonas Flash anschauen.


Der schwierigste Move ist beinahe der erste, da die Tritte ziemlich schlecht sind. Danach geht es weiter mit schönen Zügen an positiven Griffen und immer besseren Tritten. Abgesehen vom fehlenden Ausstieg ist Jonas Flash ein perfekter Boulder. Inzwischen war es recht sonnig geworden und wir genossen die wärmende Sonne am aufgeheizten Stein. Beim kleinen Überhang gegenüber trocknete der Ausstieg rechts beinahe komplett und zum Schluss haben wir uns hier mit der kräftigen Traverse Troncolare und eigenen Definitionen verausgabt. Später haben wir uns weitere Blöcke angeschaut, die aber alle noch im Winterschlaf waren. Wir werden wieder kommen.

Donnerstag, 5. Februar 2015

Bavona


Unser Ziel heute hiess Avegno, doch leider regnete es den ganzen Tag stärker als erwartet. Wir beschlossen uns das Valle Bavona anzuschauen. Viel hört man über dieses Tal mit seinen unzähligen Felsblöcken. Biegt man ins Tal ein, erscheinen sogleich die ersten grossen Brocken und es werden immer mehr. Dazwischen tauchen immer wieder die schönen, kleinen Dörfer aus Stein auf. Wie erwartet war alles nass, doch nun ist die Vorfreude für einen Besuch bei besserem Wetter gross... 

Mittwoch, 28. Januar 2015

Cresciano Days


Ende Januar war ich mit Chrus in Cresciano und wir hatten bei bestem Wetter praktisch das ganze Gebiet alleine für uns. Chrus holte sich eine seriöse Begehung von La Boulette (Bild oben) und ich konnte den Klassiker La Rondella im ersten Versuch klettern, nachdem ich früher dort mal knapp nicht hochgekommen bin. Bis zum Eindunkeln kletterten wir an zahlreichen leichteren Bouldern. Merci Chrus für den friedlichen Tag! 

Ein anderes Mal war ich zusammen mit Laura wieder da. Zum Glück war es einer der ersten frühlingshaften Tage in diesem Jahr und wir kletterten den ganzen Tag an vielen einfacheren Bouldern. Am Abend trafen wir Philipp, nach einer Reibungsplattensession konnten wir noch die ersten Meter der Heimreise mitfahren, danke!